Kategorie: rund um den Job

  • Laissez-faire & Prokrastination

    Laissez-faire & Prokrastination

    warum „läuft schon“ oft später weh tut.

    Worum geht es

    • Wenn „Laissez-faire“ (viel Freiheit, wenig Führung) kippt, entsteht leicht Prokrastination: Aufgaben bleiben „irgendwie“ liegen, Prioritäten sind unklar, Entscheidungen werden vertagt.
    • Typische Signale:
      • „Machen wir später…“ ohne Datum
      • Meetings ohne Entscheid
      • To-dos ohne Verantwortliche (oder „alle sind zuständig“)
      • Deadlines stauen sich am Monatsende
    • Psychologisch dahinter: Verantwortungsdiffusion, Entscheidungsparadox („zu viele Optionen“), fehlende Definition of Done – und ein Team, das zwar motiviert, aber richtungslos ist.

    Was ist das Ziel

    • Freiheit mit Rahmen: Selbstständiges Arbeiten behalten, aber mit klaren Leitplanken – damit aus „läuft schon“ wieder „läuft jetzt“ wird.
    • Konkret:
      • Prioritäten sichtbar machen (Top-3 pro Woche, Kanban/Backlog).
      • Verantwortung klären (1 Owner je Aufgabe; RACI für grössere Themen).
      • Definition of Done festlegen (fertig = … exakt beschreiben).
      • Kurz-Meetings mit Outcome (15 min Weekly: Status → Blocker → Entscheidung → nächster Schritt + Termin).
      • WIP-Limit (gleichzeitig max. X Aufgaben pro Person/Team).
      • Fokuszeiten im Kalender (keine Meetings; Deep-Work).
      • Eskalationsweg für Blocker (wer entscheidet bis wann).
    • Kulturprinzip: freundlich & verbindlich – Wertschätzung plus klare Zusagen mit Datum.