Für Menschen, die ihren Job mögen – und trotzdem gesund bleiben wollen.

  • Pausen fallen oft aus, Essen „zwischen Tür und Angel“
  • Du bist abends oder am Wochenende erreichbar – „nur kurz“
  • Du willst es besonders gut machen – und hängst dich auf Details auf
  • Du rettest Termine in letzter Minute – und bekommst dafür Applaus
  • Du schläfst schlechter, wirst dünnhäutiger, machst mehr kleine Fehler

Wenn du bei 3–4 Punkten nickst: Es ist Zeit, etwas zu ändern – klein, aber konsequent.


  • Weil dir die Arbeit wichtig ist. Du willst helfen, Dinge gut machen.
  • Weil Rahmen fehlen. Keine klaren Prioritäten, niemand sagt: „Das reicht so.“
  • Weil die Kultur es belohnt. „Heldengeschichten“ bekommen mehr Lob als gute Planung.

Das ist normal – und veränderbar.


1) Ein „Stopp-Satz“ für Zusatzwünsche

Sag freundlich, was geht – und was dafür warten muss:
„Gern. Ich kann das bis Mittwoch liefern. Wenn es früher sein muss: Was darf ich dafür verschieben?“
→ Du bleibst hilfsbereit und schützt deine Zeit.

2) Zwei feste Mail-Zeiten

Statt dauernd reinzuschauen: z. B. 10:30 und 15:30. Dazwischen: Benachrichtigungen aus.
→ Weniger Unterbrüche, mehr Ruhe im Kopf.

3) 10-Minuten-Feierabend-Ritual

Vor dem Schluss: Offene Punkte sammeln, eine Aufgabe für morgen notieren, Rechner zu.
→ Der Kopf darf abschalten. Schlaf wird besser.


  • Prioritäten klären:
    „Ich habe A, B und C. Für zwei reicht die Zeit. Was ist wichtiger?
  • Umfang klären:
    „Was ist gut genug für diese Aufgabe? Was kann wegfallen?“
  • Erreichbarkeit klären:
    „Ab 18 Uhr bin ich offline. Bei Notfällen rufen Sie mich an – sonst gern morgen.“

Gute Führung schützt Leistung und Menschen. Hilf mit, das Gespräch einfach zu machen.


  • Eine sichtbare Liste: Was liegt an? Wer macht es? Bis wann?
  • Wöchentlich 15 Minuten: Kurz schauen – was blockiert, was kann weg?
  • Puffer einplanen: Nicht alles vollstopfen. 20 % Luft lässt uns atmen.
  • Vertretung regeln: Wer übernimmt, wenn jemand ausfällt?
  • Lob richtig setzen: Geplante Qualität feiern, nicht nur „Feuerwehr-Einsätze“.

Woche 1

  • „Stopp-Satz“ üben und mindestens einmal einsetzen
  • Zwei Mail-Zeiten fix im Kalender
  • Feierabend-Ritual 4× pro Woche

Woche 2

  • Ein Wunsch aktiv verhandeln („Was darf dafür später kommen?“)
  • Eine Aufgabe abspecken (was ist „gut genug“?)

Woche 3

  • Mit Team/Chef: Prioritätenliste für die Woche (max. 3 Top-Themen)
  • Ein regelmässiges Meeting streichen oder kürzen

Woche 4

  • Kurzer Rückblick (10 Min): Was hat dir spürbar geholfen? Was übernimmst du fix?
  • Ein Dank an dich: Du hast etwas verändert.

Mess’ nur das: Freitag kurz aufschreiben – Energie /10, Schlaf /10, Stress /10. Ziel: Nach 4 Wochen je +2 Punkte.


  • „Bei uns geht’s nicht anders.“
    Fang’ mit einer Sache an (Mail-Zeiten). Wirkung zeigen – dann weiter.
  • „Nein sagen kommt nicht gut an.“
    Sag „Ja, wenn…“ und biete Optionen. Das ist professionell, nicht schwierig.
  • „Unsere Arbeit ist unplanbar.“
    Dann sind Puffer, Vertretung und klare Notfall-Regeln umso wichtiger.

Wenn Erschöpfung, Schlafprobleme oder Druckgefühl länger anhalten: sprich mit Hausarzt, Beratungsstelle oder einer Vertrauensperson. Hilfe anzunehmen ist stark, nicht schwach.