Netzwerken für Introvertierte mit Barbara Matter
als Beispiel
Kurz gesagt: Du musst nicht laut sein. Kleine Schritte reichen. Schau dir an, wie Barbara Matter das macht – und mach es nach.
Wer ist Barbara?
Barbara ist ruhig, 24, startet in ihrem Job. Viele Leute kennt sie noch nicht. Sie will ein kleines, hilfreiches Netzwerk aufbauen – ohne laute Events.
Barbaras einfache Regeln
- Wenige, gute Kontakte statt viele.
- Erst geben, dann fragen.
- Kleine, feste Zeiten statt seltene Grossaktionen (z. B. 2× pro Woche 20 Minuten).
Schritt 1: Mini-Vorbereitung
(30 Minuten)
- Liste A (5 Personen): Vorbilder/Türöffner.
- Liste B (5 Personen): Peers auf ähnlichem Level.
- 3 Themen, wofür Barbara stehen will (z. B. „Quereinstieg“, „Design“, „HR-Tech“).
- Wert-Ordner: 5 kurze Links/Notizen, die anderen helfen (Checkliste, kleiner Tipp).
Beispiel Barbara:
Sie sammelt eine Einsteiger-Checkliste „Portfolio schnell verbessern“ (eine Seite, Stichpunkte).
Schritt 2: Erstkontakt
(kurz & freundlich)
Barbara schreibt kurze Nachrichten. Kein Roman, eine Frage.
Beispiel-Nachricht (LinkedIn/Mail):
Hallo {Name}
Dein Post zu {Thema} hat mir bei {konkreter Punkt} geholfen.
Falls nützlich: Hier ist meine 1-Seiten-Checkliste zu {Unterthema}.
Mini-Frage: Welche eine Ressource würdest du zu {Unterthema} empfehlen?
Liebe Grüsse, Barbara
Warum das funktioniert: höflich, klar, bietet Wert, stellt eine konkrete Frage.
Schritt 3: Kurzer Austausch
(20–25 Minuten)
Wenn jemand „Ja“ sagt, schlägt Barbara kurz und planbar vor:
Einladungs-Text:
Danke dir! Passt dir nächste Woche ein 20–25-Min-Call?
Ich schicke vorher 3 Stichworte und danach eine kurze Zusammenfassung.
Liebe Grüsse, Barbara
Im Gespräch:
- 2 Fragen stellen („Was hat bei dir wirklich funktioniert?“).
- 1 Tipp anbieten (z. B. ihre Checkliste).
- Notizen machen: 3 Stichworte + 1 nächster Schritt.
Schritt 4: Follow-up in 24 Stunden
Barbara meldet sich am nächsten Tag wieder.
Beispiel-Follow-up:
Danke für den Hinweis zu {X}.
Meine 3 Learnings: 1) … 2) … 3) …
Ich teste {Empfehlung} bis {Datum} und gebe dir ein kurzes Update.
Als Dank: Hier die überarbeitete 1-Seiten-Checkliste.
Liebe Grüsse, Barbara
Warum: Dank, Klarheit, kleiner Gegenwert. So bleibt man positiv in Erinnerung.
Barbaras Wochen-Ritual
(leicht durchhalten)
- Dienstag (20 Min): 1 Person beobachten/kommentieren, 1 kurze DM senden.
- Donnerstag (20 Min): 1 Follow-up schreiben, 1 Mini-Ressource pflegen (z. B. Checkliste updaten).
Sichtbar bleiben (leise):
- 1 Mini-Post pro Woche (5–7 Sätze: Problem → Mini-Lösung → Link).
- 2 echte Kommentare bei anderen (kein „Super!“, sondern 1 Gedanke + 1 Frage).
Event ohne Stress
(falls nötig)
- Vorher: 3 Personen + 1 Frage notieren.
- Start-Satz: „Darf ich kurz fragen: Was hat bei {Thema} für Sie gut funktioniert?“
- Raus-Satz: „Danke! Ich schicke 3 Stichworte per Mail – darf ich kurz Ihre Adresse?“
Danach wie immer: kleines Follow-up mit 3 Learnings.
Mini-Vorlagen
(zum Kopieren)
1) Erstkontakt
Hi {Name}, dein Beitrag zu {Thema} hat mir bei {konkretem Fall} geholfen.
Hier ist meine kurze Checkliste zu {Unterthema}.
Mini-Frage: Welche eine Ressource würdest du empfehlen?
Liebe Grüsse, Barbara
2) Call anfragen (20–25 Min)
Hättest du nächste Woche 20–25 Minuten für 2 Fragen zu {Thema}?
Ich schicke vorher 3 Stichworte und danach eine kurze Zusammenfassung.
Liebe Grüsse, Barbara
3) Follow-up (24h)
Danke für {konkretes Learning}.
3 Takeaways: 1) … 2) … 3) …
Ich teste {Empfehlung} bis {Datum} und melde mich kurz.
Als Dank: aktualisierte 1-Seiten-Checkliste.
Liebe Grüsse, Barbara
Erfolg messen
(ohne Druck)
- Pro Woche: 2 Kontakte gepflegt, 1 Mini-Post oder 2 starke Kommentare.
- Pro Monat: 1–2 kurze Gespräche.
- Jedes Quartal: 1 neue Chance (z. B. Intro, Feedback, kleine Zusammenarbeit).
Fazit
Wie Barbara zeigt: Leise Schritte, klarer Wert, kurze Nachrichten.
So wächst ein kleines, starkes Netzwerk – ohne Smalltalk-Marathon und ohne sich zu verbiegen.

