Stell dir vor, du fährst mit jemand Wichtigem im Lift. Du hast eine Minute. Ein guter Pitch beantwortet drei Fragen:

  1. Wer bin ich – und wohin will ich?
  2. Welchen Nutzen biete ich konkret?
  3. Was ist der nächste Schritt? (z. B. „Gespräch vereinbaren“, „Testtag“, „Kontakt auf LinkedIn“)

  • Sicherheit: Du hast einen klaren Satz parat statt langer Lebenslauf-Geschichten.
  • Fokus auf Stärken: Nicht die Lücke steht im Zentrum, sondern dein Mehrwert.
  • Chancen nutzen: Du überzeugst in kurzen Momenten – am Telefon, an der Anmeldung, im Aufzug, am Empfang.
  • Konsistenz: Dein Lebenslauf, dein Profil und dein Auftritt klingen gleich – das wirkt professionell.

  • Zielrolle/Zielbranche: Wofür bewirbst du dich jetzt?
  • Kernnutzen: Welches Problem löst du? Was verbesserst du?
  • Beleg/Beispiel: Eine Zahl, ein Ergebnis, eine Mini-Story.
  • Call-to-Action: Konkreter nächster Schritt („Gerne zeige ich Ihnen das in einem Probetag“).
  • Ton: Klar, freundlich, echt. Kein Fachjargon, keine Entschuldigungen.

  1. Notiere 3 Stärken, die in deiner Zielrolle wirklich zählen (z. B. „strukturierte Planung“, „kundenfreundlich“, „verlässlich“).
  2. Formuliere deinen Nutzen in einem Satz: „Ich sorge dafür, dass …“ / „Ich helfe …“
  3. Wähle 1 Beleg (Zahl, Ergebnis, kurze Story).
  4. Definiere den nächsten Schritt (Gespräch, Probetag, Kontakt).
  5. Schreibe zwei Versionen:
    • 60-Sekunden-Version (für Gespräche)
    • 20-Sekunden-Kurzversion (für Telefon/Empfang)
  6. Laut üben und aufnehmen. Streiche Füllwörter. Lächeln hörbar machen.
  7. Feedback holen (Coach, Freund, Spiegel) und feinjustieren.

  • Ich bin(Rolle/Profil) und suche(Zielrolle/Branche).
  • Ich bringe(2–3 Stärken) und sorge dafür, dass(Nutzen/Problem lösen).
  • Beispiel:(konkretes Ergebnis/Zahl/Story).
  • Nächster Schritt:(Einladung/Probetag/Telefonat).

Beispiel 1 – Rückkehr ins Büro (60 Sekunden)

„Ich bin Office-Allrounderin mit Fokus auf Kundenempfang und Terminorganisation und suche den Wiedereinstieg im Front-Office.
Ich bringe Ruhe, saubere Abläufe und ein freundliches Auftreten mit – so bleiben Wartezeiten kurz und das Team arbeitet konzentriert.
Im letzten Einsatz habe ich die Terminplanung neu strukturiert, dadurch sanken No-Shows um 20 % und die Kundenzufriedenheit stieg spürbar.
Gerne zeige ich Ihnen das in einem Probetag – passt nächste Woche Dienstag oder Donnerstag für ein kurzes Kennenlernen?“

Beispiel 2 – Handwerk/Logistik (20 Sekunden)

„Ich bin Logistiker mit Staplerausweis und suche eine Stelle im Wareneingang.
Ich sorge dafür, dass Ware pünktlich und korrekt verbucht wird – in meinem letzten Einsatz ging die Fehlerquote auf unter 1 %.
Hätten Sie Zeit für ein kurzes Gespräch oder einen Probetag?“


  • Blick nach vorne („Ich will …, weil ich … bewirke“).
  • Konkrete Beispiele statt Allgemeinplätze.
  • Ruhig sprechen, klar lächeln, aufrecht stehen.
  • Sich entschuldigen oder rechtfertigen.
  • Lebenslauf nacherzählen.
  • Zu viele Details, Zahlenfriedhof oder Fachjargon.

  • 3 Minuten: Stärken + Nutzen notieren.
  • 4 Minuten: Baukasten-Vorlage ausfüllen.
  • 3 Minuten: Laut sprechen, Aufnahme anhören, 3 Wörter streichen.

„Guten Tag, hier ist …
Ich suche eine Einstiegsstelle als …
Ich bringe …, zuletzt habe ich … erreicht.
Sollen wir einen kurzen Termin vereinbaren
oder darf ich meine Unterlagen senden?“